Was Sortie ist
Sortie beantwortet eine einzige Frage: Was geht heute Abend hier?
Nicht nächste Woche, nicht am Wochenende — heute. Für Menschen, die an einem Ort sind, den sie nicht gut kennen, und einen Abend vor sich haben, der noch nicht verplant ist. Geschäftsreisende, Gäste in einer fremden Region, Ortsansässige mit einem unerwartet freien Abend.
Sortie ist kein Reiseführer und keine Buchungsplattform. Es ist ein Werkzeug für den Moment, in dem man vor der Tür steht und nicht weiß, wohin.
Vier Bereiche
Bars und Restaurants — Orte zum Essen und Trinken in der Umgebung, mit Entfernung, Öffnungszeiten und Weg.
Spa und Beauty — Sauna, Therme, Massage, Kosmetik, Friseur. Auch kurzfristig frei gewordene Termine.
Kultur und Veranstaltungen — was an diesem Abend stattfindet. Sortie übernimmt Ankündigungen aus den öffentlichen Kanälen der Orte selbst — sichtbar auch dann, wenn Sie ihnen nirgends folgen. Auch Kleines: die Band im Hinterzimmer, die Lesung, das Konzert, von dem außerhalb kaum jemand weiß.
Coworking und Cafés — Orte zum Arbeiten und Verweilen, für alle, deren Abend noch nicht ganz Abend ist.
Wie es funktioniert
Öffnen. Sortie zeigt, was in der Nähe ist. Ohne Anmeldung, ohne Konto, ohne Passwort.
Auswählen. Entfernung, Öffnungszeiten, was heute dort los ist.
Hingehen. Sortie zeigt den Weg — zu Fuß, mit dem Nahverkehr, per Scooter oder, wo verfügbar, mit einem Fahrdienst.
Wenn etwas frei wird
Manche Abende geben mehr her, als der Kalender wusste. Ein Lokal meldet freie Plätze für heute Abend, ein Studio einen Termin, der eben abgesagt wurde. Sortie zeigt beides in dem Moment, in dem es entsteht — und benachrichtigt Sie auf Wunsch, wenn in Ihrer Nähe etwas frei wird. Wer übernimmt, erhält eine Bestätigung mit einem kurzen Code, den auch das Haus sieht. Das ist verbindlich: Der Platz wird für Sie freigehalten. Wenn Sie doch nicht können, geben Sie ihn bitte wieder frei.
Die offene Runde
An Bars und Cafés lässt sich eine offene Runde eröffnen: ein Signal, dass jemand heute Abend dort hingeht und sich über Gesellschaft freut. Andere sehen es und können dazukommen. Der Austausch läuft anonym über einen Gruppenchat, der zum Ort gehört und mit dem Abend endet.
Drei Dinge sind uns dabei wichtig:
Immer mindestens drei Personen. Ein Gespräch zu zweit ist strukturell nicht vorgesehen. Es geht um einen Tisch, an dem man sitzt — nicht um eine Verabredung.
Keine privaten Einzelnachrichten. Der Gruppenchat in der App ist der einzige Kanal. Das ist keine fehlende Funktion, sondern eine Entscheidung.
Niemand muss. Sortie funktioniert vollständig auch für alle, die den Abend für sich möchten. Die offene Runde ist ein Angebot, kein Zweck.
Sicherheit durch Struktur
Sortie prüft keine Identitäten — und braucht es nicht. Es gibt keinen privaten Kanal: Der Austausch findet ausschließlich im öffentlichen Gruppenchat statt, ab drei Personen, und endet mit dem Abend. Danach gibt es niemanden, den man weiter anschreiben könnte — es existieren keine Profile. Dazu eine Meldefunktion, die sofort greift. Sicherheit entsteht hier aus der Bauweise, nicht aus einer Ausweisprüfung.
Warum nichts gespeichert wird
Sortie legt keine dauerhaften Nutzerprofile an. Es gibt keine Anmeldung zum Entdecken, keine Historie, keine Auswertung des Verhaltens, keine Weitergabe von Daten an Dritte.
Was an einem Abend entsteht — Anwesenheitssignale, Gruppenchats — wird in der folgenden Nacht gelöscht. Nicht archiviert, nicht anonymisiert weiterverwendet. Gelöscht.
Das hat einen praktischen Nebeneffekt: Wer für ein Unternehmen unterwegs ist, dessen IT-Richtlinien den Umgang mit privaten Apps regeln, stößt bei Sortie auf deutlich weniger Hürden als bei Anwendungen, die Profile und Bewegungsdaten aufbauen.